Der heilige Dominikus

Geboren wurde Dominikus Guzmann 1170 in Calleruega, Spanien.

Nach seiner Ausbildung und Studien in Valencia, begab er sich auf Reisen mit seinem Bischof Diego. Dabei lernte Dominikus die geistliche Not der Menschen kennen. Der Prunk der katholischen Kirche schreckte die Menschen, die nach Orientierung suchten, ab. Diese Erfahrung veranlasste Dominikus, sich in Armut der Predigt für das Volk zu widmen. Dominikus sammelte Gefährten um sich. 1216 bestätigt Papst Honorius III. den Orden der Prediger.

Dominikus schrieb: „Unser Orden ist von Anfang an und ausschließlich für die Predigt und das Heil der Seelen gegründet.“

Als Dominikus starb, führten Frauen und Männer sein Werk fort – bis heute.

Der Name Dominikus bedeutet „dem Herrn gehörend“. Mit großer Überzeugung und Begeisterung von der Liebe Gottes trat der heilige Dominikus als Nachfolger des Herrn Jesus Christus auf. Er stiftete den Dominikanerorden, der auch Predigerorden genannt wird (Ordo Fratrum Praedicatorum – OP). Geboren wurde er um 1170 in Calaruega bei Burgos in Spanien. Die Überlieferung berichtet, dass seine Mutter vor seiner Geburt ein schwarz-weißes Hündchen sah, das mit einer brennenden Fackel im Maul die ganze Welt erleuchtete. Diese Vision wurde gedeutet auf die große Redekunst des Knaben, den sie gebären werde. Dominikus studierte Philosophie und Theologie. Er trat in den Augustinerchorherrenstift in Osma ein und wirkte schon wenig später entscheidend an innerkirchlichen Reformen mit. Ab dem Jahr 1203 begleitete er seinen Bischof Diego auf Reisen. Dabei kam Dominikus mit verschiedenen Irrlehren in Berührung. Besonders die Auseinandersetzungen der Kirche mit den Bewegungen der Katharer und Waldenser in Südfrankreich bereiteten ihm Sorgen. Dominikus wollte deswegen die Arbeit der katholischen Priester stärken. Seine Genossen schloss der Priester zu einem Orden mit der Augustinerregel zusammen. Papst Honorius III. bestätigte am 22. Dezember 1216 den Dominikanerorden als Predigerorden. Anders als der etwas später entstandene Franziskanerorden war der Dominikanerorden nicht nur ein Bettelorden als Antwort auf die sich entwickelnde Geldwirtschaft. Die Dominikaner verstanden sich vielmehr auch als Gelehrtenorden zur Bekämpfung von Häresien. Das Leben in Armut sollte den Dominikanern Glaubwürdigkeit verleihen. Mehr und mehr sah Dominikus in der Bekehrung der Ketzer seine Lebensaufgabe. 1217 erklärte Dominikus die ganze Welt zum Arbeitsfeld seines Ordens. Die ergreifenden Predigten Dominikus’ waren eindrücklich und führten viele Menschen zur katholischen Kirche zurück. Dominikus selbst gründete zahlreiche Klöster in Frankreich, Italien und Spanien. 1217 begegnete Dominikus Franziskus von Assisi. 1221 starb der Gründer des Dominikanerordens in Bologna, wo er auch begraben ist. Bereits 1234 sprach Papst Gregor IX. Dominikus heilig. Sein Fest wird am 6. August gefeiert.