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Klosterkirche Innenraum

Kloster und Klosterkirche

Seit über 300 Jahren steht das Dominikanerinnenkloster gegenüber der Wörishofener Pfarrkirche St. Justina. In den Jahren seit der Gründung haben über 300 Schwestern das Leben des Klosters geprägt, haben seit dem 19. Oktober 1721 jeden Tag, ohne Unterbrechung, hier ihre Gebete verrichtet. Noch heute besteht es fort und bietet den wenigen, betagten Schwestern einen Ort der Sicherheit und Beständigkeit.

In seinen Gemäuern beherbergt das barocke Kloster die Klosterkirche mit dem darüberliegenden Schwesternchor, die Marienkapelle, den Konventbau mit der Kreuzkapelle und im Osttrakt das Kneippmuseum.

Das Kloster der Dominikanerinnen betritt man über die Pforte, den Empfangsbereich des Gebäudes.


Nachdem 1721 die ersten Schwestern, die vom Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Augsburg nach Wörishofen gewechselt waren, das neu errichtete Kloster bezogen hatten, war 1723 auch die in das Klostergebäude integrierte Klosterkirche fertiggestellt. Sie wurde am 23. September 1723 geweiht.

Das „Haus des Herrn“ wurde besonders in der Barockzeit als „Pforte des Himmels“ verstanden und deshalb reich ausgestattet, was auch in der Wörishofer Klosterkirche der Fall ist. Der Raum der Kirche besteht aus dem Langhaus, das man von der Straße aus betreten kann.

Erbauer des Klosters und der Kirche war der Architekt Franz Beer von Bleichten. Die überwiegend weiße Stuckdekoration mit wechselnd farbigem Untergrund gestaltete Dominikus Zimmermann. Sie gehört mit zum Schönsten in der Kirche.

Die Künstler der zahlreichen Fresken waren der Konstanzer Barockmaler Carl Stauder und der Münchener Hofmaler Johann Baptist Zimmermann.

Eine Einheit bilden die drei Altäre zusammen mit dem großen Deckenfresko „Maria als Königin und Beschützerin des Dominikanerinnenklosters“ von Johann Baptist Zimmermann.

Das Besondere an den Altären sind die kostbaren Intarsienarbeiten aus verschiedenen Hölzern und die Boullemarketerien (Einlegearbeiten) aus Horn, Messing und Zinn von dem Dominikanerbruder Valentin Zindter OP und seinen Gehilfen.

Die Altarbilder wurden von Franz Haagen, Neuburg, geschaffen. Das Hochaltarbild zeigt Maria als Königin der Engel im Angesicht der Heiligsten Dreifaltigkeit und ganz unten im Bild das Kloster Wörishofen.

Ebenfalls von Valentin Zindter stammt die Kanzel mit einem reich gestalteten Schalldeckel, auf dem der heilige Dominikus steht, der Gründer der Dominikaner (Predigerorden).

Auch die Sakristei hinter dem Hochaltar besitzt eine Stuckdecke von Dominikus Zimmermann und Schränke von Bruder Valentin Zindter.

Ebenfalls hinter dem Hochaltar befindet sich der ein Stockwerk höher gelegene Schwesternchor, der vom Kreuzgang des Klosters aus zugänglich ist.

Schon zur Zeit der Gründung des Klosters kam die „Einsiedelmadonna“ mit den ersten Schwestern nach Wörishofen. Sie fand ihren Platz in der Marien- oder Gnadenkapelle, die ihre heutige Gestaltung 1956 nach einem verheerenden Brand erhielt. Die Deckenmalerei von Mutter Donatilla von Eckart, ein Blumen- und Pflanzenhimmel, ist besonders hervorzuheben, als Lobpreis auf den Schöpfer und Bezug zu den Heilkräutern Pfarrer Sebastian Kneipps.

Weiterführende Literatur

Schiedermair, Werner (Hrsg.): Das Dominikanerinnenkloster zu Bad Wörishofen, Weißenhorn 1998
Pörnbacher, Hans: Maria Königin der Engel, Klosterkirche der Dominikanerinnen in Bad Wörishofen (Kirchenführer), 1999
1721 – 2021. Dreihundert Jahre Dominikanerinnenkloster Bad Wörishofen, Lindenberg i. Allgäu 2021

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