
Kloster und Klosterkirche
Nachdem 1721 die ersten Schwestern, die vom Dominikanerinnenkloster St. Katharina in Augsburg nach Wörishofen gewechselt waren, das neu errichtete Kloster bezogen hatten, war 1723 auch die in das Klostergebäude integrierte Klosterkirche fertiggestellt. Sie wurde am 23. September 1723 geweiht.
Das „Haus des Herrn“ wurde besonders in der Barockzeit als „Pforte des Himmels“ verstanden und deshalb reich ausgestattet, was auch in der Wörishofer Klosterkirche der Fall ist. Der Raum der Kirche besteht aus dem Langhaus, das man von der Straße aus betreten kann.
Erbauer des Klosters und der Kirche war der Architekt Franz Beer von Bleichten. Die überwiegend weiße Stuckdekoration mit wechselnd farbigem Untergrund gestaltete Dominikus Zimmermann. Sie gehört mit zum Schönsten in der Kirche.
Die Künstler der zahlreichen Fresken waren der Konstanzer Barockmaler Carl Stauder und der Münchener Hofmaler Johann Baptist Zimmermann.
Eine Einheit bilden die drei Altäre zusammen mit dem großen Deckenfresko „Maria als Königin und Beschützerin des Dominikanerinnenklosters“ von Johann Baptist Zimmermann.
Das Besondere an den Altären sind die kostbaren Intarsienarbeiten aus verschiedenen Hölzern und die Boullemarketerien (Einlegearbeiten) aus Horn, Messing und Zinn von dem Dominikanerbruder Valentin Zindter OP und seinen Gehilfen.
Die Altarbilder wurden von Franz Haagen, Neuburg, geschaffen. Das Hochaltarbild zeigt Maria als Königin der Engel im Angesicht der Heiligsten Dreifaltigkeit und ganz unten im Bild das Kloster Wörishofen.
Weiterführende Literatur
Schiedermair, Werner (Hrsg.): Das Dominikanerinnenkloster zu Bad Wörishofen, Weißenhorn 1998
Pörnbacher, Hans: Maria Königin der Engel, Klosterkirche der Dominikanerinnen in Bad Wörishofen (Kirchenführer), 1999
1721 – 2021. Dreihundert Jahre Dominikanerinnenkloster Bad Wörishofen, Lindenberg i. Allgäu 2021


























